Zwei unter zwei – unsere ersten sechs Wochen

Die Zeit fliegt, morgen ist die Schlumpfine schon sechs Wochen bei uns. Zeit für ein ersten Resümee.

Eigentlich war die Kinderplanung für mich abgeschlossen nachdem ich nach all den Jahren mein gesundes Räubermädchen in den Armen halten durfte. Mit drei Kindern waren wir komplett. Als mein Mann und ich uns dann doch noch für ein weiteres gemeinsames Kind entschieden war für mich klar, wenn dann so zeitnah wie möglich damit die beiden altersmäßig und in den Interessen nah beieinander liegen. Dass es dann so schnell geklappt hat, ein echter Glücksfall.

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Unsere Räubertochter ist jetzt genau 1,5 Jahre alt und dazu ein Säugling. Während mein Adoptivsohn und Bonussohn mit ihren 7 und 12 Jahren schon mal helfen können und das gerne tun, ist die Räubertochter eben ein Kleinkind mit völlig anderen Bedürfnissen als Schlumpfine. Das Wort ‚KLEIN“ sagt alles, sie braucht ihre Aufmerksamkeit, Hilfestellungen und ganz viel Mama!
Wenn man mit den zwei Kleinen alleine ist wird oft schon der Gang zur Toilette zur organisatorischen Herausforderung oder der Versuch etwas warmes auf den Tisch zu bringen.

Man ist ständig auf Halbachtstellung, immer auf Standby, die ersten Wochen waren doch hart. Auch wenn das Räubermädchen sofort liebevoll mit der kleinen Babyschwester war, wenn sie etwas will dann jetzt und sofort – die erste Trotzphase, wir sind mittendrin – ebenso das Stilbaby, auch das kann nicht warten.
Die Momente wo man gerade am Windeln wechseln ist, das Räuberkind am spielen und man plötzlich ihr weinen hört weil sie auf den Stuhl geklettert und beim Faxen machen damit umgefallen ist. Nur ein Beispiel aus vielen. Mama kann nicht überall ihre Augen haben, auch wenn sie es noch so sehr versucht.
Und die eigenen Ansprüche an sich selber alles perfekt machen zu wollen, machen es nicht leichter.

Und wie kommt man jetzt durch diese Zeit?

Prioritäten setzen – einfach mal Dinge liegen lassen
Mein Perfektionismus steht mir manchmal im Wege aber wenn die Wäsche abends halt mal noch nicht akkurat zusammengenommen, das Geschirr noch nicht im Geschirrspüler und man auch nicht zum durchwischen gekommen ist, dann ist das eben so.

Aufgaben abgeben
Wir haben seit der Endphase meiner Schwangerschaft eine Haushaltshilfe für das Grobe. Eigentlich als Übergang gedacht möchte ich diese Perle nicht mehr missen. Sie ermöglicht mir mehr Zeit, für die Kinder in erster Linie aber auch mal eine Mußestunde für mich!

Ein funktionierendes Netzwerk
Ganz wichtig, ohne geht es mit 4 Kindern nicht. Wir haben großartige Freunde die helfen, meinen Bruder und meine Eltern wohnen nur 10 Autominuten entfernt. Sie springen immer gerne ein. Das Räubermädchen verlangt inzwischen auch schon nach einer wöchentlichen Übernachtung, ist dort ebenso Zuhause und das ist schön und auch hilfreich, gerade im Moment. Einfach mal Zeit für sich allein, mit dem Partner oder für die größeren Kinder zu haben. Und wenn es auch mal nur eine Stunde zwischendrin ist!

Fazit:
Die Konstellation „Zwei unter zwei“ ist sicher anfangs nicht einfach aber meine Mädchen werden viel gemeinsam erleben und so wollte ich es. Nächstes Jahr kommt Schlumpfine schon in die Krippe in der auch ihre Schwester ist und ich sehe generell sehr viele Vorteile, zumal ich mit meiner Schwester im gleichen Altersunterschied aufgewachsen bin und wir eine tolle gemeinsame Kindheit und Jugend hatten. Das wünsche ich mir für meine Töchter auch!
Und wenn doch mal der Fluchtgedanke aus dem Familienchaos hochkommt, mit Humor geht alles leichter und die vielen schönen Momente entschädigen eh für die schlaflose Nächte, besonders chaotischen Tage und wenn der Papa abends kommt kann man auch einfach mal in die Fluten der Badewanne abtauchen oder den Kopf beim Laufen freibekommen. Denn eins ist sicher, ich liebe meine bunte Großfamilie und gebe sie für nichts in der Welt her!

Lebenszeichen – aus fünf wurden sechs …

Ihr Lieben, in den letzten Wochen hat sich auf meinem Blog nicht viel getan. Das lag vor allem an unserem Familienzuwachs, aus unserem Junibaby wurde ein Maikäferchen. Am 28.O5.2016 kam unsere zauberhafte Schlumpfine gesund und munter zur Welt und hat unsere Patchworkfamilie komplett gemacht.

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Besonders gespannt war ich auf die Reaktion unserer 1,5 – jährigen. Das erste Zusammentreffen war auch mit Ängsten verbunden. Wie würde sie auf ihre kleine Schwester reagieren, eifersüchtig, vielleicht sogar ablehnend? Immerhin der Moment in dem die Räubertochter ihren „Nesthäckchen-Status“ verlieren würde. Ich muss sagen dass wir uns darum im Vorfeld sehr viele Gedanken gemacht haben, zu viele vielleicht, denn bis jetzt, 23 Tage nach Entbindung, gibt es keine nennenswerten Probleme.

Das Räubermädchen war vom ersten Moment an sehr liebevoll mit Schlumpfine, genau wie ihre großen Brüder. Sicherlich gibt es Momente in denen sie merkt dass nicht jeder wie bisher beim kleinsten „Piep“ angelaufen kommt weil es nicht immer geht, aber wir versuchen dass mit Qualitätszeiten für jedes einzelne Kind auszugleichen. Ich denke wir machen das bisher ganz gut und keiner kommt zu kurz.

Die vor der Tür stehenden Sommerferien geben uns die Gelegenheit viel Zeit miteinander zu verbringen und im Juli geht es für 10 Tage nach Frankreich. Die Urgroßmutter muss schließlich ihre neuste Urenkelin kennenlernen und freut sich schon so sehr.

Das war mein kurzes Update und wenn sich hier alles richtig eingespielt hat finde ich auch wieder mehr Zeit zum bloggen.

Bis dahin, macht es gut,

Eure Andrea

Sommerliche Buttermilch-Kartoffelsuppe

Hier teile ich mit Euch ein Rezept meiner Familie, eine leichte Sommersuppe, die durchaus auch kalt gegessen werden kann. Zumindest tun dies mein Mann und die Kinder sehr gerne, ich bevorzuge sie dann doch eher warm.

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Zutaten für 4 Personen:

• 700 g Kartoffeln
• 2 Becher Buttermilch
• 2 Becher Schlagsahne oder Kochsahne (Kochsahne
hat nur 15% Fett und wird von mir bevorzugt)
• 2 Hühner Bouillon Würfel (z.B. Alnatura)
• ggf. als Einlage Würstchen in Scheiben oder
Kochschinken geschnitten
• Majoran gerebelt
• Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Kartoffeln waschen, schälen , kochen und im Anschluss grob zerstampfen. Danach die Buttermilch über die zerstampften Kartoffeln geben, kurz aufkochen, die Hühner Bouillon Würfel einrühren und die Sahne dazugeben. Wer mag kann an dieser Stelle noch Würstchenscheiben oder Kochschinken in die Suppe geben. Suppe nur noch erwärmen, nicht kochen. Abschließend mit gerebelten Majoran, Pfeffer und evtl. Salz abschmecken.

Guten Appetit!

Was sich für mich als Mama änderte

Mama einer kleinen Patchwork Großfamilie innerhalb von zwei Jahren, 3 Kinder verschiedenen Alters und die Bauchschlumpfine die dann nochmal alles durcheinander wirbeln wird. Mein Leben hat sich total geändert, ganz klar aber es hat sich auch eingespielt, zwischen Job und Familienleben.

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Schlaf: Von geregelten Schlafzeiten kann man sich mit Säugling erstmal verabschieden und wenn dann noch weitere Kinder da sind, irgendeines hat immer was. Ist aber nun keine Überraschung, das weiß man ja vorher. Mit der Kinderanzahl wächst auch der Verbrauch von Concealer und Co, aber hey, die Marktwirtschaft muss schließlich auch angekurbelt werden, wir Mütter sind da ganz weit vorne!

Der Lärmpegel: Einfach mal nur den zwitschern der Vögel zuhören, ähm ja, eher nicht. Bei uns ist immer Rambazamba. Während Babys mit durchdringendem Geschrei auf sich aufmerksam machen und man sich fragt wie ein so kleines Wesen einen solchen Lärmpegel erzeugen kann, macht dies die Räubertochter inzwischen mit freudigen Pieps- und Kreischtönen, die einen gefühlt an den Rand zum Tinnitus bringen. Beim 7-jährigen erfreuen mich derzeit permanent laufende Hörspiele und wenn sein Freund zum spielen da ist, glaubt man es wären sieben Kinder und nicht nur zwei. Merke: Spielen geht nicht leise, in keinem Alter.

Hausmannskost: Vorab, Hausmannskost ist was tolles aber hach, waren das noch Zeiten wo man liebevoll den Teller dekoriert hat und mal aufwendiger gekocht hat.
Vorbei erstmal, denn die Jungs sind immer am ‚verhungern‘. Während diese mir also die Teller förmlich aus den Händen reißen, sortiert die Räubertochter ihr Essen, verteilt was sie gerade nicht mag auf dem Boden oder schmeißt es über den Tisch.
Nachdem ich oder mein Mann dann dafür gesorgt haben dass wenigstens etwas im Mund landet, ist unser Essen meist kalt. Fazit: Essen muss vor allem eins sein, lecker aber schnell auf den Tisch zu bringen.

Alles im Griff ?! : Wenn man sich von der Vorstellung, dass es wie im Möbelkatalog aussehen muss, Kinder immer artig sind und den eigenen Anspruch an sich selber immer alles perfekt machen zu müssen, verabschiedet – ja, meistens.
Die Kinder verwandeln unser Wohnzimmer in ein kreatives Chaos, man muss immer aufpassen wohin man tritt aber ich mag das.
Und dann diese Tage an denen die Räubertochter sich mit nacktem Po jagen lässt, sich nicht anziehen lassen will, man den Großen 10 mal sagen muss was sie machen sollen, das Geschrei nach dem Lieblingspulli der natürlich noch nicht gewaschen ist und und und. Hab ich alles im Griff? Nicht immer aber immer öfter.

Keine Zweisamkeit mehr?: Das ist eine Frage der persönlichen Einstellung und Organisation. Für uns stand immer fest dass wir uns mindestens einmal im Monat ein paar Stunden, einen Nachmittag oder Abend für uns als Paar nehmen und zu zweit etwas unternehmen. Diese Stunden sind für uns wichtig und tun uns auch als Familie gut.

Abschließend: Ich sehe positiv in unsere Zukunft, auch mit dem neuen baldigen Familenzuwachs. Kinder bringen mehr Liebe ins Haus und ich würde trotz aller stressigen Phasen nie mehr tauschen wollen!
In meiner Fantasie spielen meine beiden Mädchen bald harmonisch miteinander und lernen von und mit den großen Brüdern. Zu romantisch gedacht? Ach was, wird schon. Ich bin grundoptimistisch eingestellt und gespannt wie sich alles entwickelt.

Liebe Grüße,
Andrea

Verhütungssache

Jetzt wo in ein paar Wochen das vierte Kind die Familie komplett macht, ist auch Verhütung so langsam wieder ein Thema. Unsere Familienplanung ist definitiv abgeschlossen, die Hütte ist voll und mit bald mitte dreißig ist es für mich auch vom Alter her mehr als ok.

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Mit ‚hormonellen Verhütungsmethoden‘ möchte ich meinen Körper nicht mehr belasten, ‚barriere Methoden‘ sind uns zu unsicher, also bleibt die Sterilisation.

Und da habe ich zum Glück einen Mann der nicht meint Verhütung wäre generell Frauensache und sich einer Vasektomie nicht verschließt. Der Eingriff ist beim Mann nämlich unklompzierter und in etwa 25 Minuten erledigt.

Wir haben uns bereits erkundigt und auch im Bekannten- und Freundeskreis darüber Gespräche geführt. Interessant wie viele unserer männlichen Freunde reagiert haben, selbst Gedanken wie sich ‚entmannt‘ fühlen waren dabei oder wie ich es nenne „die männliche Eitelkeit nicht mehr produktiv zu sein“.

Für meinen Mann steht aber fest dass er jetzt die langfristige Verhütung übernehmen wird. Etwas wofür ich ihn noch mehr liebe, denn immer automatisch davon auszugehen dass die Frau für die Verhütung zuständig ist, ist absolut nicht mehr zeitgemäß!

Gebratener Süßkartoffelsalat mit Linsen und Granatapfel

Klingt ungewöhnlich ist aber echt lecker und mal was anderes. Habe das Rezept aus Frankreich von der Großmutter meines Mannes mitgebracht, perfekt als leichtes Abendessen.

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Zutaten für 4 Personen:

200 g grüne Linsen
2 mittelgroße Süßkartoffeln
1 Granatapfel
1/2 Bund Petersilie
Olivenöl
1 Esslöffel geräuchertes Paprikapulver (gibt es hier leider selten aber online bestellbar oder mal im türkischen Laden gucken)
Saft einer halben Zitrone
Salz

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Backofen auf 200 ° vorheizen.Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden, auf ein Backblech anordnen, mit Olivenöl beträufeln und mit geräuchertem Paprikapulver bestreuen. Die Süßkartoffeln ca. 20 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die grünen Linsen etwas 20 Minuten (Packungsangaben beachten) in Salzwasser kochen. Abgießen und abkühlen lassen.

Die Granatapfelkerne lösen und die Petersilie hacken.
Die Linsen, die Süßkartoffeln, Granatapfelkerne und Petersilie vermischen und mit einer Vinaigrette aus etwas Olivenöl und Zitronensaft übergießen.

Bon appétit!

Erbsen-Bärlauch Suppe – fertig in 25 Minuten

Die Zeit ist knapp, kochen ist an manchen Tagen echter Luxus, neben Job, Terminen, Kindern und allem was so anliegt. Außerdem komme ich schwanger auch so langsam an meine Grenze, also muss alles schnell gehen.
Bärlauchzeit* – und ich liebe ihn, diese Suppe ist fix gemacht und schmeckt allen.

*Bärlauch und Schwangerschaft.  Bärlauch enthält Aromastoffe und Vitamine die positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben, Schwangere sollten aber nicht zu viel davon essen. Viel Bärlauch kann zur Senkung des Blutdruckes und auch zu Krämpfen der Gebärmutter führen! In dieser Menge und bei einem Tellerchen Suppe sollte aber nichts passieren. 

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Zutaten für 4 Personen:

1 Bund Lauchzwiebeln
300 g Kartoffeln
2 EL Öl
1 EL instant Gemüsebrühe
500 g TK-Erbsen
1 Bund Bärlauch
3 EL Crème fraîche
Salz, Pfeffer, Zucker

Lauchzwiebeln putzen und grob in Ringe schneiden. Die Kartoffeln schälen und würfeln.
Öl in einem großen Topf erhitzen. Lauchzwiebeln und Kartoffeln darin anbraten. 1 l Wasser und Brühe zugießen, aufkochen und ca. 10 Minuten garen.

Gefrorene Erbsen zugeben, wieder aufkochen und ca. 5 Minuten weiterköcheln.

In der Zwischenzeit den Bärlauch waschen und hacken. Suppe fein pürieren, dann Bärlauch und Crème fraîche einrühren. Mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker abschmecken.

Nach belieben noch etwas Crème fraîche beim servieren über die Suppe geben.

Bon Appétit!